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Kirche Töpchin

Sie sehen hier mehrere Bilder von der Kirche in Töpchin und hier Geschichtliches.

 

 

 

Kirche Töpchin

 

 

 

Uhrwerk Töpchin

 

 

 

Kirche T?pchin Altar

 

 

 

Kirche T?pchin Altar Winterkirche

 

 

 

Kirche T?pchin Blick von der Orgelempore

 

 

 

Kirche T?pchin Detail

 

 

 

Kirche T?pchin Eingangsportal

 

 

 

Kirche T?pchin Fenster in der Winterkirche

 

 

 

Kirche T?pchin Nordseite

 

 

 

Kirche T?pchin Orgelepore

 

 

 

Orgel Töpchin

 

 

 

Blick von Empore in den Altarraum

 

Erntedank 2013

 

Erntedank 2013 1

 

Geschichtliches zur Kirchengemeinde in Töpchin

 

Der Ort Töpchin, ein Ortsteil von Mittenwalde, blickt auf eine Geschichte bis in das 12. Jahrhundert zurück. Bereits die Wenden haben sich zu dieser Zeit niedergelassen. Sie nannten ihre Ansiedlung "Dubschin" übersetzt Eichendorf.

 

Töpchin war ursprünglich nach Zossen eingepfarrt. Zossen und somit auch Töpchin standen unter dem Einfluss des Meißner Bischofssprengels. Die Meißner Kirchspielverfassung orientierte sich auf eine zentrale Kirche für mehrere Dörfer. Om Gegensatz dazu plädierte das Bistum Brandenburg für Kirchen in allen Dorfern, wie in Bestensee oder Ragow ersichtlich.

 

Doch besuchten die Töpchiner viel lieber die näher gelegene Filialkirche in Motzen. Das Motzen eine eigene Kirche hatte, war eine Ausnahme, auch Motzen unterstand dem Kirchenamt Zossen.

 

Zwischen den Töpchinern und den Motzenern ergaben sich wiederholt Streitigkeiten. Der Grund: Die Sitzplätze, insbesondere da die Töpchiner zur Unterhaltung der Kirche in Motzen kein Geld beisteuerten. 1860 wurde Töpchin dann nach Motzen eingepfarrt, um diese Streitigkeiten zu beenden.

 

Die Einwohnerzahlen nahmen seit ca. 1850 zu, zumal im nahen Waldeck, einem Gemeindeteil von Töpchin, Braunkohle abgebaut wurde. Zahlreiche Töpchiner Ziegeleien nutzten den vorhandenen Tonboden zur Herstellung von Ziegeln für den Berliner Stadtbau. Für den Transport der Ziegel wurde im Dezember 1894 die Eisenbahnlinie Mittenwalde nach Töpchin gebaut.

 

Da die Plätze in der Motzener Kirche, die für die Töpchiner Gemeindeglieder bereitgestellt wurden, nicht ausreichten, wurde über einen Kirchenbau in Töpchin nachgedacht.

 

Das erste Schulhaus wurde angekauft und abgerissen, damit auf diesem Platz die heutige Kirche erbaut werden konnte.

 

Die Grundsteinlegung fand am 2. Mai 1893 statt.

 

Nach einer 15 monatigen Bauzeit fand am 29. August 1894 die Kirchweihe statt.

 

Das Teltower Kreisblatt meldete dazu:

 

„ Unser Ort steht heute unter dem Zeichen der lang ersehnten Kirchweihe: daher sind Ehrenpforten erbaut und die Straßen so reichlich mit Girlanden und Kränzen geschmückt, deshalb wehen von den Häusern Fahnen und Flaggen, daher hat jeder Bewohner sein sonntägliches Gewand angelegt, viele christlich gesinnte Brüder und Schwestern sind aus den benachbarten Dörfern und Städten herbei geeilt. … Vor der Kirche hatten sich rund 700 Personen (unter ihnen auch der Landrat Stubenrauch) versammelt. Zwanzig Geistliche waren anwesend. der Generalsuperintendent D. Dryander wurde unter dem Gesang der Schüler „Großer Gott wir loben dich“ empfangen. … Darauf setzte sich der Zug nach der Kirche unter Glockengeläute in Bewegung. Die vom Kaiser geschenkten wertvollen Abendmahlsgeräte wurden zur Kirche getragen und auf den Altar gestellt.“

 

Die Baukosten der aus schlesischen Verblendern erbauten Kirche betrugen 35 000 Mark.

Das Altar-Kruzifix stiftete Herr Ziegeleibesitzer Selchow.

Die Orgel kostete 4 042 Mark. Sie ist nach pneumatischem System von Orgelbaumeister Albert Hollenbach aus Neuruppin erbaut, mit zwei Manualen und außer der Pedal- und Manualkoppel 15 klingende Register.

Die Kirchenuhr kostete 760 Mark.

Die erste Taufe wurde am 29. August 1894 gefeiert, Täufling Emma Richter, geborene Balke.

 

 

1942 ist die Mehrzahl der Fenster neu in Blei verglast worden, da infolge von Bleifraß viele Scheiben herausgefallen waren. Ebenso hatten die Orgelpfeifen unter Bleifraß gelitten. Sie wurden mit einem Aluminiumanstrich vor weiterer Zersetzung geschützt.

 

Im August 1944 explodierte ein Munitionszug, der an Dächern und Fenstern grooßen Schaden verursachte. Auch Dach und Fenster der Kirche wurden stark beschädigt. Das Dach wurde im Herbst/ Winter 1945/46 wieder mit noch vorhanden Dachsteinen und Biberschwänzen dicht gemacht. Desgleichen im Frühjahr 1946 die Fenster mit 60 m² Glas vom Schöneicher Plan.

 

Da die Orgel infolge des beschädigten Daches stark durch die Witterungseinflüsse gelitten hatte und außerdem viele Pfeifen zum Teil verbeult umher lagen, musste sie im Jahre 1947 wieder überholt werden. Es war eine Arbeit von drei Wochen.

 

Unter Pfarrer Herbert Woltersdorf gab es im Jahr 1952 eine große Renovierung der Kirche. Es wurde in diese Rahmen auch elektrische Leitungen gelegt.

1958 wurde unter der Orgelempore ein Gemeinderaum abgeteilt und mit elektrischer Heizung ausgestattet. Ein Raum für die Gottesdienste im Winter, für den Konfirmandenunterricht und Christenlehre.

 

1955 wurden die Fenster im Altarraum neu verglast und ein großes Kruzifix errichtet. Es wurde hergestellt vom Bildhauer Fabian aus Ebersbach (Sachsen),

das Kreuz fertigte der Stellmacher Karl Kettlitz aus Töpchin an.

 

 

 

Anfang der 90er Jahre wurde die Kirche in Vorbereitung auf das Kirchweihfest renoviert.

 

1994 veranstaltet die Kirchengemeinde unter Pfarrer Manfred Claubert die Festwoche zum Jubiläum

„100 Jahre Kirche Töpchin“, der Festgottesdienst mit Bischof Dr. Wolfgang Huber fand am 27. August 1994 statt.

 

Das erste Harmonium und eine Liednummeranzeige der Kirche Töpchin sind heute im Heimatmuseum Motzen zu sehen.

 

 

 

Mehr aus der Ortschronik hier

 

 

 

 

 

Aus der Ortschronik Töpchin

Manfred Hannig, Ortschronist für Töpchin stellt uns Texte über das kirchliche Leben in Töpchin zur Veröffentlichung. Diese stellen wir Ihnen gern vor, in leicht veränderter Form.

Wir danken Herrn Hannig herzlich dafür.

 

Letzte Änderung am: 19.03.2015